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«Prominente zu vermitteln, ist heikel»

Ihren ersten Mann fand Kathrin Grüneis, vor zwölf Jahren via Partnervermittler. Heute vermittelt die gebürtige Bayerin selber Singles – und ist privat mit SRF-Wetterfrosch Thomas Bucheli liiert.

Ihr Job ist die Liebe. Kathrin Grüneis, 47, ist überzeugt: Zu jedem Topf findet sich ein passender Deckel. Den sucht sie – und macht Singles untereinander bekannt. Verlieben die sich – super! Wenn nicht, sucht Grüneis weiter.

Frau Grüneis, wer kommt zu Ihnen?
Das geht kreuz und quer – die Jüngste war 22, der Älteste 92. Dem gings zu langsam voran mit der Vermittlung. Der Grossteil meiner Kunden ist in meinem Alter, plusminus zehn Jahre, eher gebildet, meist gut verdienend, teilweise prominent …

… die sind schwieriger zu vermitteln?
Es ist heikler. Da darf selbst ich mich nicht verplappern. In dem Fall gebe ich infrage kommenden Partnern nur den Vornamen und die Telefonnummer der prominenten Person bekannt …

… die sich dann treffen und geschockt sind, weil ihnen jemand gegenüber sitzt, den sie aus dem TV kennen?
Ich warne schon vor, indem ich darauf hinweise, dass die Person, die sie treffen werden, im Rampenlicht steht oder bildhübsch und viel unterwegs ist – und frage, ob sie damit umgehen können. Gerade jemand, der in der Öffentlichkeit steht, will ja nicht wegen seines «Scheins» geliebt werden. Ich selbst lasse im Umgang mit solchen Kunden jeden Standesdünkel aussen vor.

Gibts Unterschiede bei Männern und Frauen in dem, was sie suchen?
Männer schauen gern aufs Äussere. Sie wollen häufig eine schöne Frau an ihrer Seite. Frauen wollen zwar auch keinen «wüsten» Typen, aber wenn für sie ein Mann interessant ist, werden Optik und Einkommen eher zweitrangig.

Warum kommen in Zeiten von Online- Singleplattformen und Flirt-Apps überhaupt noch Leute zu Ihnen?
Weil ich jeden Kunden in meinem Büro persönlich treffe und ich sicher auch eine unkonventionelle Art habe. Ich suche für Kunden in meinen Netzwerken nach potenziellen Partnern. Grundsätzlich gilt schon: Viele haben Angst zu einer Partnervermittlung zu gehen, sie haben ein bestimmtes Bild davon im Kopf. Andere sind den ganzen Tag im Beruf eingespannt, die möchten nicht auch noch am Abend im Internet nach einem passenden Partner suchen.

Zeitungsausschnitt von freieherzen.ch im Schweizer Illustriert vom Juni 2014