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Kathrin Grüneis: «Ich möchte Leidenschaft spüren»

Gerade nach Neujahr melden sich viel Singles bei Kathrin Grüneis. Denn sie hat sich mit ihrer Firma freieherzen.ch auf die persönliche Partnervermittlung spezialisiert. Die Gewerbezeitung besuchte sie im hellen Kennenlern-Büro mitten in der Stadt Zürich. Und wer sich fürs erste Date herausputzen möchte, der findet bei den Volketswiler Beauty- und Lifestyle-Spezialisten (siehe Kasten) garantiert ein passendes Angebot.

Interview: Mohan Mani

Wie haben Sie Ihren Lebenspartner Thomas Bucheli kennengelernt?
Ich habe ihn selbst an einer Party spontan angesprochen, was er sehr schön fand. Und damals wusste er noch nicht, was genau mein Job ist. (lacht)

Wie unterscheiden Sie sich zu Internet-Partnerbörsen?
Ganz klar in der Seriosität.

Tun sich noch immer viele Menschen schwer mit einer Partnervermittlung?
Ja leider. Ich habe viele Freunde und Bekannte, die aus Scham nicht über dieses Thema sprechen wollen. Viele zweifeln an sich selbst: Bin ich wirk-lich nicht fähig, selbst jemanden zu finden? Dabei ist es doch ein Privileg, wenn man Hilfe beanspruchen kann. Klar kann man die Liebe nicht steuern, aber man kann zumindest Chancen dafür schaffen.

Und wie war das bei Ihnen?
Mir selbst war dies nie peinlich, auch wenn ich in jungen Jahren viele Männer kennengelernt habe. Keiner davon war aber ein Mann fürs Leben. Aber irgendwann wollte ich einen Mann finden, mit dem ich mir auch vorstellen konnte eine Familie zu grün-den. Deshalb ging ich zu einer Partner-vermittlung. Ich suchte nach einem persönlich, charakterlich und beruf-lich gefestigten Lebensgefährten und nicht einen, der nur schnell ins Bett möchte. Alles zu seiner Zeit.

Melden sich mehr Frauen oder Männer?
Eher Frauen. Sie vertrauen mir nicht zuletzt deshalb, weil ich viel mehr kann als jeder Computer-Algorithmus: Ich bin sehr erfahren, habe ein gutes Bauchgefühl und bin sehr emotional. Ich habe zwei Mitarbeiterinnen, die mich tatkräftig unterstützen.

Kommen eher jüngere oder ältere Frauen?
Das ist sehr gemischt, wobei reifere Frauen sich «draussen» nicht mehr ger-ne auf Experimente einlassen möchten und sich daher eher bei mir melden. Das heisst aber längst nicht, dass ich nur ältere Frauen habe. Aktuell ist die Jüngste 28 Jahre jung und die älteste Lady 83. Wichtig ist einfach, dass man geistig aktiv und fit ist.

Wie läuft eine Partnervermittlung konkret ab?
Nach einem ersten Telefonat gibt es ein kostenloses Begrüssungsgespräch. Ich will den Menschen persönlich sehen, ich möchte ihn spüren. Bei diesem Gespräch gehen wir zudem gemeinsam einen Fragebogen durch. Mir ist aber weniger wichtig, was jemand sagt, sondern vielmehr, wie eine Person dies sagt. Ich möchte Leidenschaft spüren, denn dann ist auch die Vermittlung viel leichter.

Und dann?
Je offener sich eine Person im Gespräch gibt, desto mehr «Substanz» erhalte ich für meine eigentliche Vermittlungs-arbeit. Manchmal habe ich nach dem Erstgespräch bereits konkrete Vorstel-lungen, zu wem aus meiner Kartei mein Gegenüber passen könnte. Kommt ein Zusammenarbeitsvertrag zustande, dann beginnt meine eigentli-che Arbeit: ich suche eine mögliche Partnerin oder einen Partner. Wenn ich einen «Treffer» finde, dann rufe ich die zwei Menschen an und erzähle ihnen voneinander. Sind beide einverstanden, dann sende ich ihnen die gegenseitigen Kontaktdaten – aber ohne Bilder oder Fotos! Die sind nämlich selten repräsentativ und bieten nur Potential für Missverständnisse. In der Regel empfehle ich zudem, dass der Gentle-man die Lady anruft und ein Treffen vereinbart. Nach dem Date erwarte ich von beiden Parteien unabhängig vonei-nander ein Feedback. Dies gibt mir wertvolle Informationen für einen weiteren Suchprozess, sofern das über-haupt noch nötig ist. Denn manchmal führt das erste Date bereits zum erwünschten Erfolg. Wenn nicht, dann suche ich weiter.

Wie sieht es mit gleich-geschlechtlichen Paaren aus?
Damit habe ich noch keine Geschäfts-Erfahrung, könnte es mir aber künftig durchaus vorstellen.

Wie offen reden die Leute über Sex?
Viele Menschen sind diesbezüglich sehr verklemmt. Dass sich aber der Sex mit zunehmendem Alter anders gestaltet, versteht sich von selbst.

Wie gehen Sie mit vermögenden und/oder bekannten Menschen um?
Solche Menschen kommen ja gerade deshalb zu mir, weil ich Anonymität strikte garantiere und weil letztlich immer meine Kunden sagen, was wann und an wen rausgeht.

Neues Jahr, neues Glück: Spürt man solche Trends?
Interessanterweise rufen mehr Leute an, wenn schlechtes Wetter ist. An Feiertagen wie Weihnachten oder Neujahr sehnen sich manche Singles ganz besonders nach einem Partner oder einer Partnerin. Auch im Juni und Juli – im Kontext der langen Sommerferien – melden sich viele Leute bei mir.

Suchen Menschen auch gezielt nach einem Lebensabschnittspartner?
Ja, das kommt durchaus vor. Aber letztlich suchen die meisten die wahre Liebe und einen Partner fürs Leben.

https://www.gewerbezeitungen.ch/media/volketswil_feb_2023.pdf